Wo wir stehen

p2d2 ist ein Einzelentwickler-Projekt, gefördert durch un:box Cologne (bis April 2026) und den Prototype Fund (BMBF, Phase 1, ab Juni 2026). Die Entwicklung läuft seit Augist 2025, der Quellcode ist unter EUPL-1.2 veröffentlicht. Nachfolgend der Stand der einzelnen Komponenten.

Produktiv einsetzbar

Grundinfrastruktur

Die Grundinfrastruktur läuft seit Anfang 2026 auf Entwicklungsniveau auf fünf unabhängigen Stages. GeoServer stellt WFS- und WFS-T-Schnittstellen bereit, PostgreSQL mit PostGIS hält die Daten in stage-getrennten Schemata. AstroJS liefert die Web-Anwendung serverseitig aus, OpenLayers rendert die Karte im Browser, und GitLab CI/CD rollt automatisch bei jedem "Push" of OpenCode auf die richtige Stage (Feature-Entwicklungs-, Development- und Produktions-Webseite).

Authentifizierung und Berechtigungen

Die Authentifizierung über Zitabel wurde vollständig implementiert und ist produktiv. Nutzer melden sich per OIDC Authorization Code Flow mit PKCE an; der Astro-Server setzt nach erfolgreichem Login einen verschlüsselten Session-Cookie und prüft bei jeder Anfrage die Berechtigung. Das System kennt vier Rollen:

  • editor - Darf Geodaten öffnen, bearbeiten und speichern
  • qs1_reviewer - Interne Qualitätssicherung vor dem OSM-Export
  • qs2_reviewer - Feedback aus der OSM-Community vor der Freigabe
  • export_admin - Darf OSM-Exporte anstoßen und verwalten

Die Zugangsdaten für GeoServer und Datenbank bleiben ausschließlich auf dem Server - der Browser sieht sie nie.

Grabflur-Editor

Der Grabflur-Editor wurde vollständig umgesetzt und ist das derzeit am weitesten entwickelte Werkzeug von p2d2. Der gesamte Session-Lifecycle ist implementiert: Öffnen einer Sitzung (mit Sperre auf den gesamten Friedhof), Bearbeiten von Geometrien über OpenLayers und WFS-T, Speichern mit automatischer Versionierung, und Schließen der Sitzung. Jeder Commit erzeugt einen vollständigen Satz von Versionseinträgen. Versucht ein zweiter Nutzer denselben Friedhof zu bearbeiten, wird der Konflikt erkannt und als verständliche Meldung angezeigt. Bei WFS-T-Fehlern werden bereits geschriebene Einträge automatisch zurückgerollt. Ein Datenbank-Trigger sorgt dafür, dass unveränderte Objekte desselben Friedhofs automatisch in die neue Version übernommen werden.

Workflow-Datenmodell

Das Datenmodell für den gesamten Qualitätssicherungsprozess ist vollständig umgesetzt und produktiv. Es umfasst Sitzungen, Wiederherstellungspunkte für abgebrochene Bearbeitungen und eine Zustandsverwaltung pro Objekt, die den Weg von der Bearbeitung über die interne Qualitätssicherung bis zur Freigabe abbildet.

In aktiver Entwicklung

Feature-Editor

Parallel zum Grabflur-Editor entsteht der Feature-Editor. Er bearbeitet einzelne georeferenzierte Objekte innerhalb einer thematischen Kategorie - zunächst Grabstellen innerhalb einer Grabflur, später auch Baumscheiben, Laternen oder andere Objekttypen. Der Feature-Editor teilt sich das gesamte Fundament mit dem Grabflur-Editor: dasselbe Session-Modell, denselben WFS-T-Workflow, dieselbe Versionierungslogik.

Mobile Optimierung

Die Editor-Oberfläche wird für PCs entwickelt, aber immer auch mit dem Gedanken an mobile Endgeräte: Tabletts und Smartphones sollen auf jeden Fall nutzbar sein. Die Arbeiten laufen aktiv und betreffen sowohl den Grabflur- als auch den Feature-Editor. Nach der Herstellung der grundlegenden Funktionalität sollen Touch-Interaktion und responsive Layouts im Vordergund stehen.

Ausblick (keine festen Termine)

  • QS2-Review-Flow - Integration von OSM-Community-Feedback in den Qualitätssicherungsprozess
  • Weitere thematische Kategorien - Die Architektur ist für Baumscheiben, Straßenlaternen und andere kommunale Objekttypen vorbereitet. Die Aktivierung ist abhängig von Datenverfügbarkeit und kommunalen Partnern.
  • Zitadel-zu-Keycloak-Migration - Für die Integration von p2d2 als Plugin in Civitas Core
  • p2d2 als Civitas-Core-Plugin - Die Fachlogik als Plugin in die kommunale Open-Source-Datenplattform einbinden

Projektkontext

  • Gefördert durch den Prototype Fund (BMBF, Phase 1). Phase 2 (Umsetzung) ist ab Dezember 2026 beantragt.
  • Einzelentwickler-Projekt mit KI-Unterstützung - die Entwicklung wird transparent dokumentiert, der gesamte Quellcode ist öffentlich einsehbar.
  • Lizenz: EUPL-1.2 (European Union Public Licence).