Für die Öffentliche Verwaltung

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p2d2 unterstützt Öffentliche Verwaltung auf allen Ebenen dabei, Geodaten schrittweise mit der Öffentlichkeit zu teilen und gemeinsam zu pflegen - von der einzelnen Kommune bis zur europäischen Ebene. Was p2d2 dabei konkret nützt, hängt von der Verwaltungsebene ab.

Kommunen

Auf kommunaler Ebene entfaltet p2d2 den unmittelbarsten Nutzen:

  • Bürgerbeteiligung: Bürgerinnen und Bürger werden von Datenkonsumenten zu aktiven Mitwirkenden. Die OSM-Community ergänzt und prüft Daten mit eigenem Ortswissen, ohne dass die Verwaltung dafür eine eigene Beteiligungsplattform betreiben muss.
  • Prozessmanagement etablieren oder überarbeiten: Die Einführung von p2d2 bietet Anlass, den Weg von der Datenerfassung über die interne Qualitätssicherung bis zur Freigabe erstmals klar zu strukturieren oder einen bestehenden Prozess zu überarbeiten.
  • Kosteneinsparung durch Open-Data-Carve-Out: Wenn Geodaten bereits öffentlich und aktuell in OpenStreetMap verfügbar sind, kann beispielsweise bei Ausschreibungen auf diese Daten verwiesen werden, statt für jeden Bieter einen gesonderten Zugang zu internen Geodatensystemen einzurichten und zu verwalten.
  • Mehrfachnutzung über Ämter hinweg: Einmal mit OpenStreetMap synchronisierte Daten (etwa zu Grünflächen oder Infrastruktur) stehen automatisch auch anderen Fachverfahren zur Verfügung, ohne dass jedes Amt eigene Erhebungen durchführen muss.

Kommune, Bürgerschaft und lokale Wirtschaft ziehen dabei am gleichen Strang: Auch wenn sie unterschiedliche Ziele verfolgen - die Kommune Vollständigkeit, die Stadtgesellschaft kreative Nutzbarkeit, die Wirtschaft breite Verfügbarkeit -, eint sie das Interesse an freiem Zugang zu gemeinsamen, zuverlässigen Daten, zu denen jede Seite im Rahmen ihrer Möglichkeiten beiträgt. Als aktiver OSM-Contributor stärkt die Kommune genau diesen Gemeinschaftsgedanken, statt nur Daten zu veröffentlichen.

Bundesländer

Bundesländer tragen die Zuständigkeit für viele überkommunale Fachverfahren. Hier liegt ein besonderer Nutzen in der Vergleichbarkeit von Daten an Zuständigkeitsgrenzen: OGC-Dienste einzelner Behörden enden oft technisch und fachlich exakt an Verwaltungsgrenzen, ohne dass Unstimmigkeiten auffallen. Werden Datenbestände mehrerer Bundesländer auf einer gemeinsamen, offenen Plattform wie OpenStreetMap zusammengeführt, werden solche Brüche direkt nebeneinander sichtbar - ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber isolierten Länder-Portalen.

Nationalstaaten und europäische Ebene

Auf Ebene der Nationalstaaten gilt derselbe Mechanismus: INSPIRE hat europaweit eine gemeinsame Datenverfügbarkeit geschaffen, aber noch keinen gemeinsamen Ort, an dem Staaten ihre Daten nebeneinander betrachten und vergleichen können. p2d2 kann über OpenStreetMap genau diesen Vergleichsort - ein Level Playing Field - bereitstellen und so eine europäische Perspektive für die Entwicklung gemeinsamer Best Practices zur Datenvergleichbarkeit eröffnen.

Für die längerfristige Zusammenarbeit über Verwaltungsebenen und Ländergrenzen hinweg wird geprüft, ob eine Dachorganisation oder ein Anwenderverein entstehen kann, über den sich Nutzende von p2d2 gegenseitig unterstützen. Das ist eine Perspektive, kein beschlossenes Ergebnis.